Was wir tun

Die Region Stuttgart ist in den letzten Jahren zu einem Hotspot des europäischen Sextourismus geworden. Unsere Mission ist es, Frauen, die Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung geworden sind, ein neues und freies Leben zu ermöglichen. 

In unserer täglichen Arbeit begegnen wir vielen Frauen, die unfreiwillig in die Prostitution geraten sind, dort Tag für Tag unter erniedrigenden Umständen arbeiten müssen und für sich keine Hoffnung auf ein besseres Leben sehen. Das möchten wir ändern!

Unser Verein gliedert sich in mehrere Teams, die sich auf die Bereiche Prävention, Intervention und Rehabilitation spezialisiert haben.  

Das Präventionsteam sensibilisiert die Öffentlichkeit für das Thema Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung in der Prostitution und organisiert sowohl Schulungen und Seminare zu diesem Thema als auch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen. 

Das Interventionsteam knüpft Kontakte zu Frauen in Bordellen und an anderen Orten der Prostitution, macht ihnen Mut und zeigt Perspektiven für ein neues Leben auf. Derzeit erreicht das Team monatlich etwa 90 Frauen. 

Das Rehabilitationsteam ist dafür zuständig, sich um diejenigen Frauen zu kümmern, die den Schritt aus der Prostitution in ein neues Leben wagen wollen. Es baut ein Netzwerk auf, das sich um die Sicherheit der Frauen, ihre Unterkunft, eine medizinische Betreuung, Therapie und Seelsorge, Aus- und Fortbildung, soziale Integration und neue berufliche Möglichkeiten kümmert.  

Unser größter Wunsch ist es, dass Frauen mit Hilfe unserer Angebote, ihre mit Scham besetzte Vergangenheit und ihre traumatischen Erlebnisse hinter sich lassen können und mit Selbstvertrauen und einem Hoffnung spendenden Glauben Schritte in ein ganz neues Leben wagen.

„Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.“ 2. Korinther 5,17

 

PRÄVENTION



prevention.png#asset:436

In den letzten Jahren hat die Presse viel dazu beigetragen, die Realität des Menschenhandels in der Prostitution ans Licht zu bringen. Das Bild unserer Gesellschaft von Prostitution, von ihren Gründen und Auswirkungen, entspricht trotzdem zu einem bedeutenden Teil immer noch nicht dem, was wir und andere Organisationen in der täglichen Arbeit im Rotlichtmilieu wahrnehmen. 

Mit unserem Präventionsprojekt möchten wir Aufklärung leisten und Menschen einen Einblick in das Ausmaß und die Hintergründe des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung geben. Aufzeigen möchten wir auch Berührungspunkte des Einzelnen mit der Sexindustrie, sowie Möglichkeiten, ihren Missständen entgegenzuwirken.

Bewusstsein schaffen, zum Gebet mobilisieren, Netzwerke knüpfen

Zwangsprostitution ist ein globales Problem, dem nur in einem Netzwerk aus helfenden Organisationen, Gemeinschaften und Personen wirksam begegnet werden kann. Wir suchen deshalb Kirchen, Gruppen und
Organisationen, die dieses Anliegen teilen, um gemeinsam mit ihnen ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen und eine Veränderung der Situation herbeizuführen.

Stoppen Sie das Unrecht bevor es beginnt

  • Setzen Sie sich für weitere Änderungen der Prostitutionsgesetze ein.
  • Mobilisieren Sie Gebetsgruppen in Kirchen, Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und Schulen.
  • Buchen Sie uns für Ihren Schulen oder Jugendgruppen. Wir bieten mit dem „Liebe ohne Zwang“ Workshop des Netzwerkes gegen Menschenhandel Aufklärung über die Gefahr von Loverboys.
  • Laden Sie uns in Ihre Kirchen, Vereine, Unternehmen oder andere Gruppen ein, um so Ihr Umfeld für die Herausforderungen und Lösungswege zu sensibilisieren.

INTERVENTION


outreach.png#asset:435

Unter Kainos e.V. arbeiten Teams in verschiedenen Städten der Region Stuttgart. Unsere Mitarbeiter werden gewissenhaft auf ihren Einsatz vorbereitet und stetig geschult. In Supervisionsgruppen wird das Erlebte reflektiert und verarbeitet. 

In regelmäßigen Abständen besuchen die einzelnen Teams jeweils dieselben Bordelle und Clubs, um so Vertrauen und Beziehungen zu den dort tätigen Frauen aufzubauen. Mit Mitgefühl und Hoffnung auf ein Leben außerhalb der Bordellmauern begegnen unsere Ehrenamtlichen den Frauen, deren Augen von gebrochenen Herzen zeugen und die ihre Angst hinter Masken verstecken.

„In unseren Bordellbesuchen nehmen wir die Frauen als von Gott geliebte Menschen wahr. In einer Welt, in der sie als Objekt behandelt werden, ist dies von unschätzbarem Wert.“

Durch unsere Begegnungen möchten wir den Frauen Mut machen, ein neues Leben zu beginnen, indem wir:

  • Kontakte knüpfen und mit Geschenken Licht in ihren dunklen Alltag bringen 
  • die Frauen regelmäßig besuchen und so vertrauensvolle Beziehungen aufbauen 
  • den Frauen Ermutigung und Trost zusprechen 
  • Unterstützung durch das Nachsorge-Team anbieten
  • die Frauen bei Bedarf mit unserem Netzwerk von helfenden Organisationen und Personen in Verbindung bringen

REHABILITATION


newlifehome.png#asset:434

Um den Bedürfnissen der Opfer langjähriger sexueller Ausbeutung
begegnen zu können, benötigen wir ein Haus, in dem die Frauen wohnen und
Halt finden können.  Auch ein Schulungszentrum zur Bearbeitung der
Vergangenheit, zur Neuorientierung und Kompetenzerweiterung ist Teil
unseres Rehabilitationsprojektes. 

Wir sind davon überzeugt, dass ein wirksames Programm, welches den tiefen körperlichen, seelischen und geistigen Nöten der Aussteigerinnen begegnet, ein wichtiger Schritt dieser Arbeit ist.

Wir möchten Frauen auf dem Weg in die Freiheit begleiten.

Wir sind bereits mitten in den Vorbereitungen für die Eröffnung eines Schutzhauses und eines Schulungszentrums. Was wir nun benötigen sind Unterstützer, die uns dabei helfen, einen Ort zu schaffen, an dem genau das geschehen kann. 

Mit den folgenden Angeboten wollen wir die Frauen dort in Liebe und Geduld auf dem Weg in ein neues und stabiles Leben begleiten:

  • Emotionale Erneuerung gewinnen Frauen in der Seelsorge und Therapie, indem sie die Möglichkeit erhalten, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
  • Berufliche Neuorientierung und Eingliederung werden durch unser Bildungsprogramm und Jobtraining ermöglicht.
  • Intellektuelle Horizonterweiterung und Unterstützung zur Lebensbewältigung erfahren die Frauen durch die für sie relevanten Lernangebote in unserem Schulungszentrum.
  • Möglichkeiten zum Kennenlernen eines kraftschenkenden Glaubens erhalten die Teilnehmerinnen durch auf Freiwilligkeit basierende geistliche Angebote. Hier können sie Sorgen ablegen, Hoffnung schöpfen und neue Lebensperspektiven entwickeln.
  • Der Aufbau neuer sozialer Bindungen  und gesunder Beziehung wird durch eine familienähnliche Wohngemeinschaft und die Integration in stabile Netzwerke ermöglicht.

Wir freuen uns, wenn auch Sie mit Ihrer Spende ein solches Geschenk der Freiheit ermöglichen.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.