Sehnsucht nach Geborgenheit, Liebe, und Heilung

10 December 2016

A safe place, outreach

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Meine Freundin und ich klingeln an der Tür, um Frauen in einem kleinen Bordell zu besuchen. Zwei haben gerade keine Kunden, daher lässt die Türsteherin uns hinein.

Beide kommen aus Rumänien und verstehen kaum Deutsch. Eine von ihnen spricht einigermaßen Englisch und so kommen wir ins Gespräch. Auf die Frage, wie es ihr denn geht meint sie: „Wenn du hier arbeitest, dann geht es dir nicht gut, sonst wärst du nicht hier.“ Sie erzählt uns von ihrer Familie und ihrem Kindheitstraum, einmal Krankenschwester zu werden. Ihr Vater verstarb und ihre Mutter ließ sie mit 14 Jahren allein zurück. Sie rutscht in die Prostitution ab– wie genau, sagt sie nicht.

Als wir ihr zu verstehen geben, dass wir hinter ihrem lächelnden Gesicht ihr zerbrochenes Herz sehen, fängt sie an zu weinen. Ich nehme sie in den Arm und versuche ihr deutlich zu machen, dass ich sie wertschätze und achte. Wir schenken ihr ein Johannesevangelium in Rumänisch.

Wie gerne würde ich ihr ein Zuhause geben, in dem sie Geborgenheit, Liebe und innere Heilung erfährt.

Deutschland ist inzwischen zum „Bordell Europas“ geworden. Der Handel mit Menschen, vor allem mit Frauen, ist unüberschaubar groß. Junge Frauen werden unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und das ist nur eine Möglichkeit von vielen, wie sie zu dieser Arbeit kommen. Aus Angst vor den Konsequenzen die ihnen angedroht werden, erdulden sie ihr Schicksal.

Zweimal im Monat besuchen wir insgesamt 6 Häuser, geben den Frauen christliche Literatur in ihrer Sprache, reden mit ihnen und erzählen ihnen von Jesus.

Immer wenn ich die Frauen zurücklasse bin ich traurig, weil ich nicht mehr für sie tun kann. Aber die Bibel verspricht, dass Gottes Wort nicht leer zurückkommt und daher vertraue ich darauf, dass Jesus zu seinem Ziel kommt.

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